Unsere Aktivitäten
Die in Arbeitsgruppen konkretisierten Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen zielen darauf ab, das Bewusstsein über Menschenrechte zu fördern und deren Gewährleistung in der Stadt spürbar zu verbessern.
Arbeitsschwerpunkte 2012 (zum öffnen und schliessen anklicken)
I. Antidiskriminierung
Der Runde Tisch hat die Antidiskriminierungsarbeit als einen vorrangigen Arbeitsschwerpunkt gewählt, weil viele Mitglieder in ihrer täglichen Arbeit mit den Problemen von Menschen konfrontiert werden, die von Diskriminierungen unterschiedlichster Art betroffen sind.
Die Antidiskriminierungsstelle in der Stadt Salzburg hat schon ihre Arbeit aufgenommen! Sie ist ein Pilotprojekt im Auftrag der Stadt Salzburg, das vom Runden Tisch Menschenrechte erarbeitet und vom ArbeiterInnen Begegnungszentrum Itzling der Katholischen Aktion getragen wird. Seit Anfang September ist die im ABZ angesiedelte Anlaufstelle offen für alle Menschen, die sich aufgrund von Geschlecht, "Rasse", Hautfarbe, ethnischer oder sozialer Herkunft, genetischen Merkmalen, Sprache, Religion oder Weltanschauung, der politischen oder sonstigen Anschauung, Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, Vermögen, Geburt, Behinderung, Alter oder sexueller Ausrichtung benachteiligt fühlen.
Antidiskriminierungsstelle Stadt Salzburg
Beratung für Betroffene
Terminvereinbarung für Beratungsgespräche:
von Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr
im ArbeiterInnen Begegnungszentrum (ABZ) Itzling
Kirchenstraße 34, Lageplan
A-5020 Salzburg
Tel: 0676/8746 6979
office@antidiskriminierung-salzburg.at
II. Information und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Menschenrechte
Menschenrechtsverletzungen werden häufig ausschließlich nicht demokratischen Ländern zugeschrieben. Das Wissen über die Menschenrechte – sowohl die eigenen als auch die der anderen – ist Voraussetzung für deren Achtung. Bewusstseinsbildung und eine öffentliche Diskussion über die Verwirklichung der Menschenrechte im eigenen Lebens- und Arbeitsbereich gehören zu den Schlüsselaufgaben des Runden Tisches.
Geplant sind:
- Herausgabe des "Handbuchs Menschenrechte" zur Information über die Menschenrechte in der Stadt und als Überblick über die relevanten Einrichtungen zu deren Gewährleistung.
- Plakat- und Kartenaktion als Kampagne zur Bewusstseinsbildung.
III. Menschenrechtsbildung
Menschenrechtsbildung geht über Öffentlichkeitsarbeit hinaus; sie kann noch intensiver und nachhaltiger ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Menschenrechte Recht und Verantwortung Aller sind und alle BewohnerInnen der Stadt betreffen. Sie ist somit ein wesentlicher Grundpfeiler der kommunalen Menschenrechtsarbeit und die wichtigste Säule der politischen Bildung überhaupt. Bildungsangebote sollen nachhaltig, leicht zugänglich und den Bedürfnissen verschiedener Zielgruppen angepasst sein.
Gearbeitet wird an Entwicklung und Umsetzung von Angeboten für
- PädagogInnen, Kinder und Jugendliche im Bereich der schulischen und außerschulischen Bildung, z.B. Entwicklung und Umsetzung einer Methoden- und Materialsammlung (Salzburger Menschenrechts-KOMPASS).
- MitarbeiterInnen und KlientInnen der NGOs und Sozialeinrichtungen, z.B. Informations- und Weiterbildungsangebote zu aktuellen Menschenrechtsfragen.
- StudentInnen, z.B. interdisziplinäre Lehrveranstaltungen.
- MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung, z.B. praxisbezogene Workshops zu Menschenrechten.
IV. Zugang zu Information und Beratungsangeboten der Stadtverwaltung
Die Stadt Salzburg bietet eine große Anzahl an Dienstleistungen für BürgerInnen an. In diesem Bereich ist die Barrierefreiheit ein zentrales Prinzip, welches nicht nur bauliche, sondern auch soziale, ökonomische, sprachliche und strukturelle Barrieren meint. Die Dienstleistungen der Stadt sollen für alle Menschen in vollem Umfang barrierefrei erhältlich sein.
Gearbeitet wird an den
- Qualifizierungs- und Fördermaßnahmen zur kommunalen BürgerInnenbeteiligung, z.B. Workshops über die Fördermöglichkeiten und Umsetzung von Projekten.
- Entwicklung eines Kriterienkatalogs für den barrierefreien Zugang zu Information und Beratungsangeboten der Stadtverwaltung und dessen Umsetzung in ausgewählten Bereichen.
V. Beratung, Positionierung und Öffentlichkeitsarbeit
Der Runde Tisch Menschenrechte als unabhängiges und beratendes ExpertInnengremium der Stadt Salzburg hat die Sensibilisierung von Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit in Menschrechtsfragen zur Aufgabe.
Geplant sind:
- Informations- und Diskussionsveranstaltungen.
- Beratung der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen und der Stadtverwaltung.
- Lobbying und Positionierung zu aktuellen Menschenrechtsfragen.
- Öffentlichkeitsarbeit des Runden Tisches Menschenrechte.
Sie können gerne an den Runden Tisch Menschenrechte Projektvorschläge und Ideen zu diesen Themenschwerpunkten herantragen:
office@rundertisch-menschenrechte.at.
Wir werden Sie soweit als möglich berücksichtigen.
